Prosecco und Co.

Die spät reifende weiße Rebsorte ist vor allem in der italienischen Region Venetien in den Bergen um Treviso verbreitet. Synonyme sind Ghera, Glera, Grappolo Spargolo, Prosecco Balbi, Prosecco Bianco, Prosecco Tondo, Proseko, Sciorina und Serprina. Es gibt auch eine Spielart namens Prosecco Lungo. Die gesamte Prosecco-Rebfläche in Italien beträgt knapp 7.000 Hektar. Sie ist in den DOC-Weinen von Colli di Conegliano, Colli Euganei (wo sie Serprina heißt), Conegliano-Valdobbiadene und Montello e Colli Asolani zugelassen, wo sie in stillen und schäumenden Weinen hauptanteilsmäßig oder als Bestandteil enthalten ist. Die Rebe stammt möglicherweise aus dem Friaul (hier Glera), wo es einen Ort namens Prosecco gibt, oder aus dem DOC-Bereich Colli Euganei. In Argentinien gibt es ebenfalls Bestände in sehr geringem Umfang. Die spät reifende Sorte liefert einen gerbstoffreichen, strohgelben bis hellgoldenen Wein mit nussähnlichem Geschmack. Vor allem werden aber Schaumweine daraus produziert, und zwar entweder ein schwach schäumender Frizzante oder ein Spumante. Der Wein besitzt einen typisch bitteren Nachgeschmack. Prosecco ist keinesfalls, obwohl fälschlicherweise oft verwendet, ein Synonym für einen Schaum- oder Perlwein. Die Sorte war Kreuzungspartner bei der Neuzüchtung Incrocio Manzoni 2.15.

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